Tobruk



Originaltitel: Tobruk
Herstellung: Tschechien 2008
Regie: Václav Marhou
Darsteller: Jan Meduna, Petr Vaněk, Robert Nebřenský
Laufzeit: 98 Minuten
Freigabe: FSK 16



Inhalt :

1941 – Jiri Pospichal ist 18 Jahre jung und steckt voller naiver Ideen über Heldentum und Tapferkeit, als er sich freiwillig als Soldat meldet. Im Ausbildungslager in Ägypten bekommt er vor allem Hitze, Staub und schlechtes Essen. Unter den Soldaten entstehen Spannungen und Konflikte, aber auch Kameradschaft, sogar Freundschaft.

Dann kommt der Marschbefehl. Jiris Bataillon soll die alliierten Truppen bei der Verteidigung der Hafenstadt Tobruk verstärken. In den glutheißen, staubigen Schützengräben in der libyschen Wüste, dem feindlichen Artilleriefeuer ausgeliefert, wird Überleben zur Glückssache und Jiri erlebt, wie schmal die Linie zwischen Heldenmut und Feigheit sein kann ...



SplatGore´s Meinung :

Tobruk ist eine kleine Stadt in Lybien. In Zusammenarbeit mit der Slowakei und Tschechien haben sie zu Ehren der Soldaten die im 2. Weltkrieg mit wenigen Mann ihre Stellung halten konnten, den Film auf die Beine gestellt. Und die Geschichte von damals wird so gut es geht wieder gespiegelt und vor allem wie sich die tschechischen Soldaten gegen die vielen Soldaten gewehrt haben. Aber man darf hier keinen Kriegsfilm erwarten, der nur durch seine Kämpfe besticht und wo es pausenlos abgeht. Vielmehr wird hier auf die ganzen Hintergründe gesetzt und wie sich die Soldaten in solchen Situationen verhalten und das es innerhalb einer Gruppe auch nicht immer harmonisch zugeht. Aber wenn man sieht das der Film aus Tschechien ist, dann geht man auch nicht von einem Spektakel aus. Aber vielmehr besticht er durch seine Präsenz und die Bildgewalt die hier mehr als deutlich zu erkennen ist.

Man ist mitten in der Wüste und weit und breit ist nichts als Sand. Die Sonne knallt unbarmherzig und dann befindet man sich auch noch in einem Ausbildungscamp. Die Voraussetzungen sind natürlich nicht die besten und das Training ist mehr als knall hart. Da sind die Spannungen ja quasi schon vorprogrammiert und das auch mal jemand austicken mag. Aber Arschlöcher gibt es überall und aus den Scherzen die man am Anfang bei neuen Rekruten macht, wird doch schnell ernst draus. Aber es sitzen ja alle im gleichen Boot und niemand kann genau sagen, wann es los geht und man auf den Feind losgelassen wird, oder ob dieser einem zuvor kommt. Doch als man die ersten Minuten erzählt hat und man die Jungs gedrillt hat, wird es für sie auch schon bald losgehen. Und nicht alle werden wieder nach Hause reisen, denn der Krieg ist hart und unerbittlich.

Am meisten kann der Film durch seine Bilder und die Sprache die daraufhin zu sehen ist, beindrucken. Wie in einigen Filmen wird auch hier die Liebe zum Detail sehr groß geschrieben und man hält mit der Kamera immer auf die ganzen Geschehnisse. Da sind es auch nur ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. gleich die Fliegen über die Wunden kriechen, aber das ganze ist auch wieder sehr Realitätsnah gehalten und man merkt das es sich hier um etwas anderen Kriegsfilm handelt, was aber sicher nicht verkehrt ist. Und durch solche Filme bekommt man auch von dieser Geschichte rund um Tobruk zu hören, was sicherlich sonst so gut wie nie ans Tageslicht gekommen wäre. Sicherlich wird nicht jeder etwas mit dem Film anfangen können, aber die Machart ist gar nicht mal so schlecht und ein Blick darf man ruhig ein mal riskieren.


Wertung: 6,5 / 10



Mit freundlicher Unterstützung von



Die DVD

Anbieter: Ascot Elite
Verpackung: Amaray
Sprachformate: Deutsch, Tschechisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras:

  • Kapitel- / Szenenanwahl

  • Animiertes DVD-Menü

  • Trailer



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